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Schöllkraut ist eine zwei- bis mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 70 cm erreichen kann. Sie bildet ein verzweigtes Rhizom und der Milchsaft ist gelb-orange. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Bei kühlem, regnerischen Wetter sind die Blüten geschlossen und die Blütenstiele senken sich ab. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet.

Frischezeiger: mittelfeuchte Böden

Stickstoffzeiger: Pflanze wächst an ausgesprochen stickstoffreichen Standorten

Salzzahl 0: wächst nur auf Böden ohne Salz (nicht salzertragend)

Lichtzahl 6: Halbschatten- bis Halblichtpflanze

In der Volksmedizin wird der Saft äußerlich bei Hautkrankheiten wie Warzen verwendet. Der Saft sowie die Salbe wirken stark reizend. Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkoloiden, wie Berberin, Chelerythrin und Chelidonin. Im Herbst konzentrieren sich die Alkaloide in der dann hochgiftigen Wurzel.

Weitere Namen: Affelkraut, Augenkraut, Blutkraut, Goldwurz Maikraut, Nagelkraut Schellewurz, Schinnkraut, Warzenkraut

 

oder Zinnkraut

Die grünen sterilen Triebe erreichen eine Wuchshöhe von 10 bis 50 Zentimetern und einen Durchmesser von (1 bis) 3 bis 5 Millimetern. Sie sind mit Ausnahme der Spitze reichlich und regelmäßig quirlig verzweigt mit einfachen, aufsteigenden bis aufrecht abstehenden Ästen.
Die unterirdischen Sprossachsen (Ausläufer, Rhizome) sind tiefliegend, sie können bis 2 m tief in den Boden vordringen und eventuell bis 100 cm weit kriechen. Seitliche, kurze Erdsprosse wachsen zu knollig verdickten, stärkereichen Speicherorganen heran.

Besonderheiten

Ackerschachtelhalm ist eine "Zeigerpflanze". Sie ist ein Zeichen für Bodenverdichtung, zu wenig Humus, kalkarmer Boden oder Staunässe.